Was ist der Integrationsrat? Wer sind wir?
Der Integrationsrat wurde am 21. November 2004 erstmalig in Dinslaken gewählt. Der Integrationsrat löst den bisherigen Ausländerbeirat ab. Während die Ausländerbeiräte nach ihren Satzungen ausschließlich die Interessen der ausländischen Einwohnerinnen und Einwohner vertreten haben, erweitert sich das politische Mandat des Integrationsrates auf alle zugewanderten Bürgerinnen und Bürger. Damit trägt der Integrationsrat der Tatsache Rechnung, dass viele Migrantinnen und Migranten sich nicht mehr als "Ausländer" verstehen. Dieses veränderte Selbstverständnis findet seinen Ausdruck im Anstieg der Einbürgerungszahlen seit Anfang der 90er Jahre.
Der Integrationsrat versteht sich als Zusammenschluss dieses zugewanderten Bevölkerungsteils. Eine politische Interessenvertretung ist notwendig, solange ein großer Teil dieser Bevölkerung:
- nicht das Wahlrecht hat,
- auf Grund der Einwanderungssituation besondere Interessen hat,
- und spezifischen Benachteiligungen ausgesetzt ist.
Der Integrationsrat ist ein unabhängiges, demokratisch gewähltes Gremium, das gegenüber der Stadt Dinslaken und der Stadtverwaltung die Interessen der zugewanderten Bürgerinnen und Bürger vertritt. Seine Amtszeit beträgt 5 Jahre. Der Integrationsrat besteht aus 10 von den Dinslakener Migranten direkt gewählten Mitgliedern und 5 vom Stadtrat entsandten Ratsmitgliedern.
( 3 von der SPD, 2 von der CDU; CDU Fraktion hat auf ein Mandat verzichtet und so die Möglichtkeit für ein grünes Ratsmitglied im Integrationsrat geschaffen.)
Weitere beratende Mitglieder können vom Integrationsrat berufen werden.
Aufgaben und Ziele
Der Integrationsrat ...
- vertritt die Belange der Dinslakener Migrantinnen und Migranten gegenüber der Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.
- arbeitet parlamentarisch und versucht auf diesem Wege, Verbesserungsvorschläge zur Kindergarten-, Schul-, Ausbildungs-, Wohnungs-, Aufenthalts- und Flüchtlingssituation zu erarbeiten.
- setzt sich für ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Deutschen und Migranten sowie für Toleranz und Akzeptanz auf allen Ebenen des politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens ein.
- berät die Dinslakenerinnen und Dinslakener und gibt Hilfestellungen u.a. in Fragen des Aufenthaltsrechts.